Griechenland in der Krise
Die deutschen und französischen Banken haben den Griechen jahrzehntelang ihr billiges Geld hinterhergeschmissen, Kontrollen oder Rückfragen gab es kaum. Hauptsache die Banken konnten riesengroße Kreditlinien verkaufen. In Deutschland werden hingegen seit Jahrzehnten die Produktpreise niedrig gehalten, sei es durch niedrige Löhne oder staatliche Unterstützung für die Wirtschaft. Griechenland konnte zu diesen Preisen einfach keine konkurrenzfähigen Produkte auf dem Binnenmarkt anbieten und bekam trotzdem ohne große Anstrengungen immer wie mit der Gießkanne frisches Geld. Jetzt haben die Firmen und Banken gut profitiert und sind unter anderem auch von Griechenland „fett“ geworden, unsere Bundeskanzlerin lobt uns nun als Exportweltmeister, obwohl es sich innerhalb der EU doch um einen Binnenmarkt handelt.
Wir waren doch maßgeblich daran beteiligt Griechenland platt zu machen, europäische Kontrollmechanismen haben zu dem natürlich auch nicht funktioniert, was jetzt den Griechen in die Schuhe geschoben werden soll, von wegen falsche Zahlen geliefert. Gibt es in der EU denn nicht wenigstens so etwas wie Plausibilitätsprüfung?
Jetzt haben die 2000 griechischen Familien, die 80 Prozent des gesamten griechischen Kapitals besitzen ihr Geld auf ausländische Konten gebracht oder in europäische Immobilien investiert.
Sofort muss ein europäischer Aufbauplan für Griechenland entwickelt werden und gleichzeitig eine europäische Steuerfahndung nach diesen 2000 griechischen Familien eingesetzt werden.
Das wichtigste im Moment ist unser aller Solidarität mit unserem Nachbarn, der am Boden liegt. Die Griechen haben unser Mitgefühl und unsere Hilfe verdient! Wir haben doch kein Recht uns überheblich mit Hohn und Spott über sie zu stellen! Wir haben die Pflicht uns jetzt mit ihnen solidarisch zu erklären! Gegen die Kartelle! Gegen die Abzocker! Gegen die Spekulanten! Gegen die Steuerhinterzieher!
Es ist allerhöchste Zeit dafür!

